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Was geschieht nach den Wahlen ?
Wir haben eine Wahl hinter uns,
in der die meisten Parteien bis auf die Grünen/Bündnis
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und die PDS ausländerfeindliche
Parolen benutzt haben. Besonders die Union hat unter
dem
Vorwand einen möglichen Wahlerfolg rechtsradikaler
Parteien verhindern zu wollen, deren
ausländerfeindlichen Parolen übernommen.
Der wahre Grund war der Wunsch so von der eigenen,
verfehlten und programmlosen Politik
abzulenken. Auf diese Weise wurde versucht den Grund
für die Probleme auf die Ausländer
abzuwälzen, besonders darauf zielte die Kampagne
der Union.
Aber auch der Rechtsruck
reichte der CDU nicht mehr die SPD
einzuholen, die es zwar im
Wahlkampf vermied, sich diesen Parolen anzuschließen,
sich jedoch auch nicht gegen diese
Parolen stellte. Gerade dieser Punkt ist zu
beachten.
Das Volk erhofft sich von der neuen
Sozialdemokratischen/Grünen Regierung neue Impulse
für die Zukunft, doch wird es sich schon bald
zeigen, daß die Regierung mit großen
Problemen zu kämpfen haben wird, wovon mindestens
Zwei diese Regierung die ganze
Legislaturperiode hindurch begleiten werden.
Das eine Problem wird die
starke konservative Opposition bestehend aus der FDP
und
CDU/CSU darstellen, die keine noch so kleine
Gelegenheit auslassen wird, die Regierung zu
verunglimpfen. Und gerade hieraus erwächst eine
Gefahr für die ausländischen Mitbürger.
Besonders wenn man nach Bayern schaut, muß man
erkennen, daß nicht nur im Wahlkampf
sondern auch in der täglichen Politik der Union und
in den Reden einiger führender
Unionspolitiker sind Tendenzen
national-konservativer Parteien am Ende der Weimarer
Republik zu erkennen. Aber auch in anderen Bereichen
ist dieser Vergleich zumindest
möglich. So scheinen die NPD und die DVU in solchen
Momenten fast ein Teil der Union
darzustellen, den Teil, der die Jugendlichen
aufsammelt, rechte Schlägertrupps anzieht und
auch unterstützt.
Das zweite Problem stellen die
Grünen selbst dar, mit ihren Auffasungen in
Wirtschafts- und
Gesselschaftlichen- Fragen, die sich doch sehr von
denen der SPD unterscheiden.
Während Joschka Fischer neben der doppelten Staatsbürgerschaft
auch die automatische
Einbürgerung hier geborener Kinder fordert, sieht
Schröder das Problem der
Staatsbürgerschaftsfrage eher darin, daß sich die
‚ausländischen‘ Mitbürger so angeblich nicht
endgültig für ein Leben in Deutschland entscheiden
würden. Dieser Gedanke ähnelt den
Ansichten der CDU/CSU.
Dabei sollte die wichtigste
Aufgabe dieser Regierung seien, die Menschen
einander wieder
näher zu bringen. Gerade deshalb muß den Kindern
und Jugendlichen gelehrt werden,
unterschiedliche Kulturen und Glaubensansichten zu
respektieren, andere Nationalitäten und Hautfarben
zu achten.
Die Einwanderer leben nun schon seit 40 Jahren in
diesem Land. Wenn diese und besonders
ihre Nachkommen ohne Ausbildung sind und auch keine
erhalten, weil man sie immer noch
als Fremde betrachtet, dann ist das ein Fehler in
unserem System. Dieser Fehler solle so
schnell wie möglich beseitigt werden.
Nach dem 2.Weltkrieg stand in
Deutschland kaum noch ein Stein auf dem anderen.
Dieses
Land ist besonders mit finanzieller Hilfe der USA
und mit der Arbeitskraft der Türken,
Spanier, Portugiesen, Griechen, Italiener und
Jugoslawen aufgebaut worden. Wer will das in
Anbetracht dessen, daß dieses Land sonst zuwenig
junge Menschen besäße und fast überhaupt
keine Rohstoffe besitzt, leugnen?
Die Hilfe der Einwanderer nach
dem Krieg ist auch besonders der Politik der klugen
Politiker
um W. Brand und W. Scheel zu verdanken., durch die
dieses Land nicht nur schnell wieder
aufgebaut werden konnte sondern auch immer weiter
aufgebaut wurde. Diese Entwicklung
hat die Regierung um Helmut Kohl umgekehrt, sie hat
durch grobe Fehler und Unfähigkeit
ein Land mit offiziell über vier Millionen
Arbeitslosen, inoffiziell also fast sechs Millionen
nicht arbeitenden Menschen, und über einer Million
verarmten Menschen hinterlassen.
Falls die rot-grüne Regierung es wirklich schafft,
Reformen durchzusetzen, die nicht die
Reichen sondern die Armen und den Mittelstand
entlasten, könnte es ihr gelingen, den
sozialen Sprengstoff zu entschärfen und den hier
lebenden Menschen (deutschen und nicht-
deutschen) ein geordnetes Leben zu ermöglichen. Auf
diese Weise könnte sie auch die
Verhinderungstaktiken der neuen Opposition
standhalten.
Ob die neue Regierung gute
Arbeit leisten wird, hängt aber vor allem auch vom
Volk selbst
ab. Es gibt im türkischen ein Sprichwort, daß
sinngemäß lautet, daß man keine Rechte
geschenkt bekommt, sondern daß man sie sich nehmen
muß. Deshalb muß das Volk seinen
Willen bei der neuen Regierung lautstark einfordern.
Wo die Regierung gutes tut, muß sie
unterstützt werden, wo sie falsches begeht, muß
sie davon abgehalten werden. Das Volk muß
die Regierung förmlich dazu drängen, Reformen zu
verwirklichen, neue Wege zu begehen.
Falls die Regierung den Einfluß
der rechten ‚Rattenfänger‘ , die Rechts von der
Union stehen,
noch weiter zurückdrängen möchte, muß sie auch
verständlich machen, daß Deutschland auch
die weitere Hilfe der nicht-deutschen Mitbürger
braucht, schon alleine auf Grund der geringen
Geburtenrate und dem hohen Altersdurchschnitt der
deutschen Bevölkerung, oder aber auch
auf Grund der geleisteten Steuer-und Sozialabgaben
der ‚nicht-deutschen‘ Mitbürger, um nur
einige wenige Punkte zu nennen.
Nach wissenschaftlichen Statistiken wird trotz der
Einwanderer die Einwohnerzahl in
Deutschland bis zum Jahr 2040 auf 62,5 Millionen Bürger
sinken. Um den jetzigen Stand zu
halten, müßten laut Statistik ca. 200.000 junge
Menschen einwandern. Dieses alles müßte in
der Öffentlichkeit erläutert werden.
Aus diesem Grund muß die
Regierung neue Einwanderungsgesetze formulieren.
Aber
wahrscheinlich wird die neue Regierung in diesem
Punkt wie auch in den meisten anderen
politischen und wirtschaftlichen Punkten nur wenig
bewegen und die Politik der alten
Regierung nur unter neuem Namen fortsetzen. So wird
sich dieses Land in einiger Zeit in
große Schwierigkeiten bewegen, um es bildlich
aufzudrücken, wird das Schiff in Wanken
kommen, ob es unter geht ist fraglich, bis
unwahrscheinlich. Aber wenn es untergeht, werden
Deutsche und Nicht-deutsche‘ in diesem Land
gemeinsam untergehen, ob der eine Teil der
Bevölkerung eher oder langsamer als der andere würde
dann letztlich am Endresultat auch
nichts mehr ändern.
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