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Zum Jahreswechsel 2009 – Europas Zukunft
2008
ist im Vergleich zu den vorigen Jahren schlechter verlaufen.
„Die Welt ist wie die Hölle“. 2008 geschahen
gesellschaftliche Ereignisse in Afghanistan, Irak, Indien
Pakistan, der Türkei und anschließend in Griechenland.
Obendrein kam zuerst die Hilflosigkeit gegenüber den Flut-
und Feuerkatastrophen hinzu und dann die darauffolgende größte
Wirtschaftskrise der vergangenen Jahrhunderte in den
Vereinigten Staaten, die eigenmächtig Befehlsgewalt ausüben
und sich als Weltherrscher ansehen. Und in den Staaten der
Europäischen Union, die als Wiege der Demokratie bezeichnet
wird, häufte sich tagtäglich die Beschneidung sozialer
Rechte.
Die
eigentlichen Themen, die ich aufgreifen möchte, sind die
vorgefallenen und noch möglicherweise bevorstehenden
Ereignisse in den europäischen Ländern.
Den
Anfang nahm dies vergangenes Jahr in Frankreich mit der
Jugendprotestbewegung als ein nicht-französisch stämmiger
Jugendlicher in der Metro im Polizei-Kugelhagel ums Leben
kam.
In
der Türkei spitzte sich die Situation während des 1.
Golfkrieges an der irakischen Grenze immer mehr zu durch den
Verstoß und die Folter kurdisch stämmige Bürger der Türkei
seitens amerikanischer Soldaten. Die türkische Polizei und
Miliz zog es vor, gegen Bürgerbewegungen die Waffe zu
ziehen und auf der Wache die türkische Bevölkerung zu
foltern statt sie zu beschützen. Diese Situation
entfremdete das Volk zunehmend von der Regierung und zog es
in einen inneren Staatskrieg. Seit damals wachsen die
Probleme in der Klaue des Krieges wie ein Schneeball, der
sich immer mehr zu einer Lawine entwickelt.
Indes
ist die Türkei ein Land, das bereits seit Gründung der
Europäischen Gemeinschaft an einem Beitritt interessiert
ist und den Wunsch hegt, Verträge für „gemeinsame
Zollunion
und gemeinsame Grenzübergänge“ mit der Europäischen
Union zu unterschreiben. Zu dem leben heute ungefähr 5
Millionen seiner Landsmänner und –Frauen seit ca 47
Jahren in EU-Ländern. Und mit dieser Situation wartet die Türkei
an der Außentür, um hineingelassen zu werden, ist
allenfalls aber nur ein an den äußeren Türen tolerierter
Teilhaber.
In
Deutschland ist die Arbeitslosenrate unter den türkisch stämmigen
Jugendlichen sehr hoch, in einigen Städten beträgt sie
sogar über 20 %. Hingegen die sozialen Rechte zunehmend in
den EU-Ländern besonders eingeschränkt werden, seit dem
Zerfall des Ostblocks im Jahre 1989. Die großen Betriebe
entlassen ihre Arbeiter profitierend von der sich
entwickelnden Technologie, anstatt noch mehr Beschäftigung
zu schaffen. Die Konsequenz ist eine in so großem Maße
steigende Arbeitslosigkeit und Armut, die nicht mehr mit der
menschlichen Vernunft greifbar ist. Das einzige Ziel scheint
nur noch zu sein, wie man Privatvermögen wie Schnee anhäufen
kann und dabei den Wert der Menschen für nichtig zählt. Während
all diese Dinge geschehen, wächst bei den Jugendlichen, über
deren Zukunft sich dunkle Wolken und Arbeitslosigkeit
ziehen, der Unmut gegenüber dem Leben. Sie sind gezwungen,
sich ihre eigenen möglichen Türen zu verschließen, weil
die Arbeit der sozial gemeinnützigen Organisationen, die
diese jungen Menschen von der Straße holen und der Kultur
und Lebensfreude näher bringen, immer mehr eingeengt wird.
Hieraus resultiert, dass viele Jugendliche ihre Talente
vergeuden, diese in keiner positiven Richtung zu nutzen
machen können und auf den Straßen wie Landstreicher oder
Minen umhertreiben. Ein kleiner Funke reicht dann aus, diese
Minen schnell zu einer Explosion zu entzünden und den Weg für
blutige Auseinandersetzungen zu öffnen.
Vergangenes
Jahr führte die Erschießung eines Jugendlichen in der
Metro durch die Polizei dazu, dass tausende von Jugendlichen
rebellierten. Erst nach diesem Vorfall hat Frankreich in den
Gebieten mit hoher Arbeitslosigkeit hunderte von Projekte
ausgearbeitet, um die Jugendlichen von den Straßen zu holen
und anstelle ihrer Wut, ihnen Wege zur Förderung ihrer
Begabungen gesucht. In diesen Projekten arbeiten hunderte
Sozialbetreuer, Pädagogen, Kunst- und Kultur Lehrer und
Psychologen. Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in den
Niederlanden in Form von religiösen Auseinandersetzungen.
Indes die auf den Straßen ausgetragenen Reaktionen ihre
Ursache hierfür wieder in der Arbeitslosigkeit, Armut und
in den eingeschränkten sozialen und kulturellen Rechten zu
finden ist.
Griechenland,
welches die EU insbesondere zur Hauptstadt der Balkanländer
machen will, erlebt in diesen Tagen blutige Ereignisse.
Griechenland führt teilweise immer noch Reste seiner aus
alten Militärzeiten andauernden bürokratischen Tradition,
einerseits ist es ein Land, dass die Erdebeben- und Brandschäden
der vergangen Jahre versucht wieder zu beheben. Allerdings
geschah dies in erster Hinsicht in der Behebung von Vermögensverlusten.
Hingegen wie die großen, durch Brände erlittenen Verluste
und Wunden, der nun bedürftigen Familien nicht behoben
wurden, so gab es auch keine ausreichende Problemlösung für
die arbeitslosen Familien, die mit wenig Hoffnung auf die
Zukunft ihrer Kinder und der Jugendlichen blicken. Ohnehin
war es somit zu erwarten, dass der Zorn der Jugendlichen
ausbricht.
Die
Erschießung eines Jugendlichen durch einen Polizisten war
der Tropfen, der das Fass zum überlaufen brachte. Dies war
nicht die Rebellion von irgendwelchen Anarchisten, sondern
die Rebellion von Millionen von arbeitslosen und
hoffnungslos blickenden Jugendlichen. Die Straßen vieler Städte
brennen wie die Hölle. Die Schlachten, Proteste,
polizeiliche Eingriffe, Gas- und Nebelbomben, die angezündeten
und verwüsteten Arbeitsplätze und Fahrzeuge wohin das Auge
schaut.
„Was
geht uns das an, wir leben in Deutschland“ dürfen wir
nicht sagen. In Deutschland, Europas Antrieb, leben
gemeinsam mehr als 160 Nationalitäten, dutzende von
verschiedenen Religionen, hunderte von unterschiedlichen
Kulturen. In einer solch schwierigen Zeit, in der
Arbeitslosigkeit und Armut immer mehr zunehmen. Die
Konflikten zwischen unterschiedlichen Sozialgruppen vertieft
sich Tag zu Tag noch mehr,
kann dies nur durch
Organisationen behoben werden, die sich mit der
sozialen und kulturellen Arbeit beschäftigen. Wenn die Kürzungen
in diesen Bereichen andauern, kann der Zorn auf den Straßen
wieder wie ein Vulkan ausbrechen. Die hier möglichen
Auseinandersetzungen könnten schlimmstenfalls ein noch größeres
Ausmaß erreichen als in Frankreich, den Niederlanden, der Türkei
und Griechenland. Die deutschen Politiker, staatlichen
Organisationen und auch der Privatsektor müssen aus diesen
Ereignissen eine Lehre ziehen. Kinder und Jugendliche sozial
unterschiedlicher Herkunft müssen die Möglichkeit haben,
die Organisationen als Anlaufstelle nutzen zu können.
Hierfür müssen die Kürzungen der Mittel für diese
Organisationen aufhören. Im Gegenteil, es müssten
schnellstmöglich mehr Mittel für einen größeren Dienst
zur Aufnahme der Kinder und Jugendlichen in Programme zu
ihren Gunsten stattfinden, denn morgen könnte es bereits zu
spät sein…
Mit
den besten Weihnachts- und Neujahrswünschen für alle
Menschen…
Ich wünschte mir
Ich wünschte das
ein Leben lang keine Armut wäre
Fröhlich, Lächelnd
sollen die Menschen sein.
Liebe und Respekt
sollen die Früchte des Himmels sein.
Ich wünschte ich
könnte einfach mit einen mir Unbekannten
Asiaten,
Afrikaner, Amerikaner oder Europäer
Telefonieren und
über alles Unterhalten
Ich wünschte das
zu keinen in seine Liebe ein gegriffen
Wird das, keine
furcht die Liebe umhült
Das die Gedichte
nur die Liebe und den Glück und den Erfolg erzählen
Wünschte ich
mir.
Ich wünschte,
dass die Kinderaugen lachen das deren Mütter nicht weinen
Ich wünsche mir
sehr eine Welt die einheimische und fremde
Eine Welt in der
keine Waffen produziert werden
Wünsche ich mir
sehr
Ich wünschte mir
die Gleichheit der Menschen
Im Wörterbuch
sollte keine Armut und kein Reichtum sein
Alle Felder müssten
mit Liebe bedeckt werden
Alle Fabriken müssten
für Freude produzieren
Ich wünschte mir
eine Welt die nicht in tausend Stücke geteilt wurde
Der Hass und die
Kriege in Flammen setzen zu können
Der ganzen
Menschen Körbe voller Äpfel und Freude zu überbringen
Meere, Flüsse
und das Wasser in den Wasserquellen soll sein wie die Tränen
der Kinder wäre
Das die Wälder
und Platauensgrün bedecken sich nur mit Blumen, dass wünschte
ich mir
Ich wünschte mir
sehr das überall wo ich hin gehe
Die Menschen glücklich
sind
Arm in Arm zu
tanzen
Zusammen
Liebeslieder zu singen
Das wünschte ich
mir sehr.
Dezember
2008
Molla
Demirel
Autor - Dichter
und Medienpädegoge
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