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Drama
Palästina
Zu
welcher Stunde auch immer
deine
Augen sich mit Freude füllen
schwingen
in meiner Seele die Flügel
zu
welcher Stunde auch immer
du
unerwartet getroffen wirst
bohrt
sich ein Messer tief in mein Herz,
du
jugoslawisches, afghanisches, irakisches,
mexikanisches,
palästinensisches Kind
meine
Welt getränkt von einem Meer von Blut
überschwemmen
Tausende von traurigen
Nachrichten,
Briefen und Telefonaten
mein
Ohr bis hinunter zu meiner Seele
Weshalb
dieser Krieg
weshalb
die Zerstörung
Wenn
ein Land auf Krieg gebaut wird
was
bleibt dann schon übrig bis auf Blut ?
Einem
endlosen Winter gleich
Jugoslawien
Afghanistan
Irak
und
heute wieder Palästina
umfasst
von der gesamten Gewalt des Krieges
Erstarrt
sind die tiefschwarzen Kinderaugen
verzweifelt
wie jede Blume die verwelkt
Wer
ahnt denn schon wie oft sie fluchen
auf
die neue, globale Weltordnung
Jedes
Kind ist ein Held
es
lächelt den Panzer, Kugeln, Bomben zu
die
ganz genau auf ihn zusteuern
Jedes
Kind ist ein auf dem Boden liegender Samen
bereit
neu zu erblühen
Vertrieben
aus ihren Dörfern und Städten
wurden
die stolzen Söhne und Töchter der
Indianer
Vietnamesen
und
heute der Palästinenser
Was
versteht der Grausame von Gerechtigkeit
setzt
die Dörfer und Städte unter einen Regen
von
Bomben und Kugeln
In
die Leere der Morgenstunden
fließt
nicht das Wasser des Regens
die
Tränen der Mütter der Palästinenser
sind
das Wasser das Fließt in diesen Stunden
Der
Grausamkeit macht keinen Unterschied
zwischen
Alter und Jugend
Kinder
und Frauen
setzt
alles in Brand
Asche
der Menschen, des Vergangenem und der Zukunft
verweht
in den Lüften
Schreie
der Mütter aus Palästina
„Sollst
du blind werden, Grausamkeit!“
Was
hast du übrig gelassen für den Morgen
außer
dem Blut
Wie
die Besucher eines Dramas gleich
gespannt
und still
betrachten
ohne Worte die Völker der Welt auch
dieses
Spiel
April
2002
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